Helden und Vorbilder
Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
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Ein Held sein kann jeder – Wie junge Kreative den Scheersberg im August 2016 zum Beben brachten

Da können nur Helden am Werk sein: Bei der Sommerakademie der Bundessiegerinnen und -sieger des 46. Internationalen Jugendwettbewerbs „jugend creativ“ kamen 50 junge Helden in der Internationalen Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg, Schleswig-Holstein, zusammen, um eine einzigartige Woche zu verbringen. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs hieß „Fantastische Helden und echte Vorbilder: Wer inspiriert dich?“. Die jungen Helden durften als Hauptpreis des Wettbewerbs eine Woche lang von Analog-Fotografie, Trickfilm bis hin zum künstlerischen Zeichnen alles ausprobieren. Jungjournalistin Franziska Bulle konnte die Gruppe während ihres Endspurts begleiten.

„Es ist mein drittes Jahr auf dem Scheersberg und eigentlich dachte ich mir, dass es nicht mehr viel besser werden kann. Schließlich waren die letzten zwei Jahre schon etwas ganz Besonderes – sozusagen mein „Journalistenhighlight des Jahres“. Doch ich sollte während meinen drei Tagen in der Sommerakademie von „jugend creativ“ wieder einmal eines Besseren belehrt werden. In sechs verschiedenen Werkstätten können die Jungkünstler unter Anleitung ihre verschiedenen Talente ausprobieren und sich künstlerisch weiterentwickeln.“
Die Akademie steht ganz unter dem Motto „Balance“.  Das Gleichgewicht  zu finden, in unserem doch oft sehr turbulenten Leben, ist nicht immer einfach. Die jungen Kreativen versuchen sich auf das Thema einzulassen und damit nicht nur eine ausgewogene Woche, sondern auch ausbalancierte Arbeiten zu gestalten. Auch die Jüngsten setzen  das Thema mit Bravour um. „Wir haben eine Murmelbahn und ein Mobile gebaut. Das war richtig cool“, erzählt mir eine Teilnehmerin mit leuchtenden Augen. „Wir können hier ganz viele tolle Sachen machen.“ Auch die Werkstattleiterin Christiane Raich ist begeistert: „Mein Highlight ist die Begeisterung der Kinder zu spüren. Sie können sich hier innerhalb eines Rahmens frei bewegen, sich auf vielfältige Weise erfahren und austoben (dies innerhalb der Werkstatt, wie auch in ihrer Freizeit). Letztendlich hat jedes Kind die Möglichkeit, sein kreatives Schaffensspektrum in einer lockeren Atmosphäre zu erweitern.“

 

 

 

 

Das Hobby zum Beruf machen


In den anderen Werkstätten läuft es ebenfalls rund. Die Trickfilmerin Laura erzählt mir, dass sie es besonders interessant findet, dass man beim Trickfilm immer alles gleich ausprobieren und relativ schnell Ergebnisse sehen kann. „Ab Oktober werde ich Medienwissenschaften und Medienpraxis studieren. Meine Teilnahme hier hat mich noch einmal darin bestärkt, dass ich in diese Richtung gehen will. Ich möchte meine Kreativität ausleben und neue Dinge entdecken. Hier bin ich mit Leuten zusammen, die ähnliche Interessen haben. Das schafft ein super Miteinander.“

„jugend creativ“ ist ein gelebtes Gefühl


Während tagsüber fleißig gearbeitet wird, gibt es abends immer wieder Highlights. Vom Lagerfeuer bis hin zur Open Stage gibt es so ziemlich alles auf dem Scheersberg. Die Kinder und Jugendlichen sind begeistert: „Das hat richtig viel Spaß gebracht“, erzählt mir ein junger Kreativer.

Neben dem gestalterischen Schaffen in den Werkstätten ist die Open Stage ein besonderes Highlight der Woche, berichtet mir die Kunstpädagogin und Mitorganisatorin Marie-Luise Schäfer-Hagen. „An diesem Abend kamen immer mehr Live-Acts dazu. Einige Kinder hatten zwar Lampenfieber, aber sie haben sich alle gegenseitig bei ihren Auftritten unterstützt und sind an dem Abend alle zu kleinen Helden geworden!“ Auch die Leiterin des „jugend creativ“-Projekts Stefanie Link ist von dem Event überwältigt: „jugend creativ“ ist ein gelebtes Gefühl und für die jungen Künstler ein so wichtiges Projekt. Der Mut etwas Neues anzufangen, der Ansporn dran zu bleiben und jede Menge Kreativität stecken überall mit drin, das spürt man hier in der Sommerakademie der Bundessieger am besten.“

Da gebe ich ihr eindeutig Recht. Wer einmal auf dem Scheersberg war, der will hier so schnell nicht wieder weg und wer einmal beim „jugend creativ“-Wettbewerb mitgemacht hat, wird es immer wieder machen. Denn schließlich locken hier ein außergewöhnlicher Gewinn und jede Menge Spaß dazu.
 

Tanzende Künstler und viele Nachtschichten


Ich spüre förmlich die Kreativität der Bundessieger. Hier in dieser Woche wachsen sie über sich hinaus. In der Kunstwerkstatt unter der Leitung von Janina Arlt und Julia Fette tanzen die Gewinner sogar auf den Tischen. Flink wurden da die Füße mit Farbe beschmiert und dann zu Cha Cha Cha bis hin zu Heavy Metall getanzt und damit die Farbe aufs Papier gebracht. Am nächsten Morgen sitzen mir am Frühstückstisch trotzdem hellwache Gesichter gegenüber. „Es hat riesig viel Spaß gemacht, einfach die Nacht durchzumachen und unserer Kreativität freien Lauf zu lassen“, berichtet mir eine der Künstlerinnen. „Unser Thema ist zwar Balance aber wir haben gemerkt, dass zu Balance auch immer das Thema Ausbruch dazugehört. Das haben wir besonders in dem Free-Art-Kunstwerk umgesetzt“, erklärt mir die Jungkünstlerin Pauline, die den Förderpreis in ihrer Altersgruppe 17 bis 20 Jahre gewonnen hat. Die Gruppe reißt sich gegenseitig mit. Nach einer Woche auf dem Scheersberg haben sie gefühlte hundert Kunstwerke erstellt.
 

Sommerakademie: hohe Qualität und gutes Omen


Auch Prof. Klaus-Ove Kahrmann, Kunstpädagoge und Leiter der „jugend creativ“- Sommerakademie, äußert sich anerkennend über den Prozess, die Atmosphäre und die Ergebnisse: „Es sind dieses Mal viele Preisträgerinnen und Preisträger aus den oberen Jahrgangsgruppen dabei. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben hohe Ansprüche an sich und an die Teamer. Das ist auch gut so. In der Diskussion geht es vielfach um die Bewertung der Preisträgerarbeiten. Die Betreffenden wollen erfahren, wie die Jurys zu ihren Ergebnissen gekommen sind. Auch fragen viele, die sich einen künstlerischen oder gestalterisch orientierten Beruf vorstellen können, nach den Modalitäten, wie man sich auf einen solchen Berufsweg vorbereiten kann. Hauptsächlich aber sprachen wir über die Werke, die im Laufe der verschiedenen Projekte auf dem Scheersberg entstanden sind, besonders in der von mir geleiteten Diashow-Gruppe. Es war diesmal für mich eine vielfältige, bunte und außerordentlich lebendige Erfahrung.  Wir sehen jetzt schon dem sich nähernden 50-jährigen Jubiläum mit Freude und Spannung entgegen. In drei Jahren wird es so weit sein."


Die Scheersberg-Woche geht nun zu Ende. Was bleibt sind ganz viele kreative Helden, die in dieser Woche viel gelernt haben! Gemeinsam sind sie stark: Sie haben künstlerische Techniken gelernt und dabei Freundschaften geschlossen.
 

Neuer Wettbewerb geht im Oktober an den Start


Wenn ihr auch Lust habt beim nächsten „jugend creativ“-Wettbewerb mitzumachen und neue Freundschaften zu schließen, dann könnt ihr euch ab dem 4. Oktober 2016 bei euren teilnehmenden Volks- und Raiffeisenbanken mit Bild und/oder Video zu dem Thema „Freundschaft ist … bunt!“ bewerben. Lasst eurer Kreativität freien Lauf und seid mit etwas Glück nächstes Jahr als Bundessieger mit auf dem Scheersberg dabei.

Weitere Infos zum Wettbewerb, erfahrt ihr hier: www.jugendcreativ.de oder auf dem Videoportal von „jugend creativ“ www.jugendcreativ-video.de .


 


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